Intelligentes Kleben – verbinden, dichten, dämpfen
- 9. Juli
- 4 Min. Lesezeit
Werden Bauteile dauerhaft oder lösbar miteinander verbunden, kommen unterschiedliche Fügetechnologien zum Einsatz. Man spricht von mechanischen, thermischen und chemischen Verbindungen. Ebenso wird zwischen formschlüssigen, kraftschlüssigen und stoffschlüssigen Verbindungen unterschieden.
Zu wissen, welche Technologie wann eingesetzt werden soll, gehört zu unseren Kompetenzen. Der Entscheid muss früh im Entwicklungsprozess berücksichtig werden, um sinnvolle, kostengünstige und langlebige Produkte zu erzielen.

Wissen, was man will
Überzeugende Lösungen sind meist naheliegend, wenn vorab darüber Klarheit besteht, was man will. Muss eine Verbindung lösbar oder dauerhaft sein? Welche Materialwahl schränkt die Möglichkeiten der Fügung von Bauteilen ein? Auch Produktions- und Montagelösungen, abhängig von Kosten, Geschwindigkeit, Effizienz und Automatisierbarkeit sind Aspekte, die schon in der Definition der Aufgabenstellung mitberücksichtigt werden müssen.
Wir unterstützen sie schon zu Beginn eines Projektes mit unserer Expertise und beziehen Klebstoff-Hersteller früh in das Projekt mit ein. So können zentrale Aspekte wie die Konstruktion, die nötige Vorbehandlung der zu verklebenden Teile, relevante Prozessparameter sowie materialtechnische Herausforderungen rechtzeitig erkannt und geklärt werden.
Intelligentes Kleben – verbinden, dichten, dämpfen
In diesem Artikel zeigen wir, warum das Kleben eine besonders intelligente und vielseitige Fügungstechnologie ist. So verbindet Kleben nicht nur Bauteile, sondern kann gleichzeitig dichten und dämpfen. Das erklärt auch, warum wir dieses Verfahren oft einsetzen und kundenseitig die Nachfrage dafür enorm gestiegen ist.
Kleben gehört zu den chemischen und stoffschlüssigen Fügungen. Ein auf die Anforderungen abgestimmter Klebstoff bildet dabei die Verbindung, welche viele Vorteile mit sich bringt:
– Gestalterische Freiheit in Konstruktion und Design
– Verbindung unterschiedlicher Materialien
– Hohe Festigkeit
– Dichtende Eigenschaften
– Dämpfende Eigenschaften
– Prozesssicher automatisierbar
Lösbare und dichtende Verklebung
Für unseren Kunden Armasuisse stellen wir Akkus her. Dabei wird die Verbindung von Gehäuseteilen verklebt. Das besondere daran: diese Verbindung ist auch Dichtungsnaht sowie lösbar, womit eine Reparierbarkeit gewährleistet ist. Dies verlängert die Lebensdauer, was ein wesentlicher Faktor der Nachhaltigkeit darstellt. Ebenso garantieren wir damit am Ende des Product-Life-Cycle eine sortenreine Wiederverwendung und Entsorgung. Durch die Verklebung werden keine Spannungen zum Abdichten (wie z.B. bei O-Ringen) eingebracht, was zu nahezu keiner Teileverformung führt. Auf ein zusätzliches Bauteil kann verzichtet und der Klebstoff automatisiert aufgetragen werden, was beides Zeit und Kosten reduziert.
Verklebung als Dämpfung
Eine Verklebung kann als Dämpfung ausgeführt werden, wenn starre Verbindungen bei hohen mechanischen Anforderungen schnell brechen würden. Dies setzen wir bei Komponenten einer Schafschere ein, um die hohen Anforderungen bei Falltests erreichen zu können. Wir kombinieren so die Fixierung von Bauteilen mit einer Dämpfung, die durch den Einsatz eines dauerelastischen Klebstoffes erreicht wird. Diese stärkste Akku-Schafschere der Welt steht seit ihrer Einführung 2025 in Australien schon tausendfach im bewährten Einsatz.

Ästhetische Klebenaht
Im Sichtbereich müssen Klebenähte nebst technischen auch höchsten ästhetischen Anforderungen genügen. Das hat nebst präziser Farbwahl auch Auswirkungen auf die Sauberkeit und Gesamtwirkung der Verklebung.
An einem Produkt im Sanitärbereich verkleben wir zwei Duroplast-Bauteile in Serie. Die Verklebung der fertigen Baugruppe erfolgt zweistufig. Zuerst werden die Teile mit einem Kleber mechanisch verbunden. In einem nächsten Schritt wird die Fügung der beiden Teile durch eine ästhetische Klebenaht verschlossen. Der Gesamteindruck muss perfekt sein, absolut dicht sowie auch aggressiven Reinigungsmitteln standhalten.
Um ein einwandfreies Resultat auch bei Grossserien garantieren zu können, haben wir dafür inhouse eine Fertigungsanlage entwickelt und gebaut, wo ein Roboter 24/7 den exakt temperierten Kleber aufbringt.

Fixieren und Vergiessen
In einem Scannermodul eines führenden Elektrogeräteherstellers kleben wir schwere Bauteile auf eine Platine. Diese Verbindung hält auch anspruchsvollsten Falltests und dauerhaft hohen Beschleunigungen stand.

Kleben setzen wir auch zum Vergiessen, also zum dichten Fixieren von Elektronik-Platinen in Kunststoffgehäusen ein.

Kundenspezifisch - von manuell bis vollautomatisch
Um speziellen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es oft der Spezifikation eines Klebstoffes, der sonst nicht erhältlich ist. Ebenso ist dieser davon abhängig, wo und wie er eingesetzt und appliziert werden soll. Zusammen mit unseren Partnern finden wir immer die passende Lösung für ihr Problem.
Bei einfacheren Verbindungen und kleineren Fertigungslosen kann ein manuelles Verkleben die kostengünstigste Lösung sein. Bei hohen Stückzahlen oder besonderen, ästhetischen Anforderungen entwickeln wir spezifische und automatische Klebanlagen, wo auch Umgebungstemperatur und Feuchtigkeit kontrolliert werden können.


Entwicklung und Produktion unter einem Dach
Die Einheit von Entwicklung und Produktion unter einem Dach ist entscheidend, um kurze Innovationszyklen bei hohen Kundenanforderungen erreichen zu können. So garantieren wir ihnen eine durchgängige Professionalität von der Entwicklung bis in die Produktion und Montage. Die Wege sind kurz, die Kommunikation einfach, die Abläufe eingespielt und mehrfach bewährt. Darum sind Sie bei CEKA genau richtig: Intelligentes Kleben – verbinden, dichten, dämpfen.
Wir freuen uns auf Ihre spezifische Anfrage!






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